Theater am Rand

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Energieregion Oderbruch?
Podiumsveranstaltung zu den Plänen der Windenergienutzung
in der Region Oderland-Spree
Montag, 27.02.2012 – 18:00 Uhr – im Theater am Rand in Zollbrücke

 

Montag, 27.02.12 - 18:00 Uhr - Randthema: Energieregion Oderbruch?
Podiumsveranstaltung zu den Plänen der Windenergienutzung in der Region Oderland-Spree

Im Gebiet der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree, zu der auch der Landkreis Märkisch-Oderland gehört, wird aktuell an der Fortschreibung des rechtskräftigen Sachlichen Teilregionalplanes „Windenergienutzung“ gearbeitet. Bis Ende 2012 soll die Ausweisung weiterer Windeignungsgebiete abgeschlossen sein. Zu Art und Umfang der Neuausweisung wurden im letzten Jahr zahlreiche Veranstaltungen und Debatten geführt. Dennoch besteht bei den Betroffenen vor Ort weiterhin ein hoher Informationsbedarf, insbesondere, wenn es um die Abstände zu Siedlungsflächen, technische Fragen oder die Entwicklung der Lebensqualität in der Region geht. Zudem stehen die Chancen und Risiken kommunaler Energiekonzepte sowie die Notwendigkeit, neue Stromtrassen zum Transport der in der Region gewonnenen erneuerbaren Energien aufzubauen und die damit verbundenen Kosten-entwicklungen im Fokus zahlreicher Diskussionen. Gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Märkisch-Oderland Gernot Schmidt und dem Amtsdirektor Barnim-Oderbruch Karsten Birkholz diskutiert der Leiter der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree die aktuellen Planungen. Fragen und Debatten mit den Gästen sind ausdrücklich gewünscht.


Sonntag, 11.03.12 - 16:00 Uhr - Störfall
Im Gedenken an Christa Wolf und an die Nuklearkatastrophe von Fukushima
Am 11. März 2011 bebt die Erde in Japan. Ein Tsunami mit verheerenden Folgen wird ausgelöst und führt zu einer Reihe von schweren Unfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Die Kettenreaktion an Störfällen hat katastrophale Folgen für Gegenwart und Zukunft. In Christa Wolfs Buch reagiert die Autorin unmittelbar auf die Geschehnisse vom 26.April 1986, dem „Supergau“ von Tschernobyl. Ganz unaufdringlich spürt sie Widersprüche auf, in denen wir uns alle bewegen: der Drang nach mehr und mehr selbstverständlichem Komfort gepaart mit hohen Erwartungen an Wissenschaft und Technik, die uns unendliche Möglichkeiten verschaffen, aber gleichzeitig Sündenböcke für Fehlerquellen und Unfälle sind, aus deren Verantwortlichkeit jeder Einzelne sich allzu gerne entziehen möchte. Gislén Engelmann liest eine Strichfassung des Romans. Nüchtern, schnörkellos und unprätentiös. Mehr Inhalt, weniger Kunst. Der Text spricht für sich.


Samstag, 17.03.12 - 19:30 Uhr - Kino am Rand: Ökofilmtour "Energieland"
Der Energiekonzern Vattenfall will in der Lausitz eine Technologie zur Bindung und Entsorgung von Kohlendioxid in einem Kohlekraftwerk einführen, um es dann flüssig unterirdisch unter anderem im Oderbruch einzulagern. Es locken satte Gewinne, wenn Vattenfall die Technik marktreif bekommt und sie auch in viele Ländern verkaufen kann. Doch Politik und Wirtschaft haben die Rechnung ohne die Menschen gemacht, die Angst haben, dass der tief unter der Erde abgelagerte Stoff ihnen und der Natur schaden kann. Der Film entstand in einer Kooperation des Konzerns mit der Hochschule HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam - der jungen Regisseurin wurde freie Arbeit zugesagt. Denn Vattenfall geht es um Akzeptanz in der Bevölkerung. Über deren Argumente auf der einen, das Ohnmachtsgefühl der Bürger auf der anderen Seite, legt dieser Dokumentarfilm ein gutes Zeugnis ab.
(Regie: Johanna Ickert, 85 min, D 2011)
In Zusammenarbeit mit dem Sommerkino Reichenow


Sonntag, 18.03.12 - 11:00 Uhr - Kino am Rand: Ökofilmtour "Taste the waste"
50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung. Der Film fragt: Wer macht aus Essen Müll? Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-Vernichtung für das Klima und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen? Der Film findet Antworten bei Bauern, Supermarkt-Direktoren, Müllarbeitern und Köchen. In Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den Vereinigten Staaten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen. (Regie: Valentin Thum, 88 min, D 2011)
In Zusammenarbeit mit dem Sommerkino Reichenow


Sonntag, 18.03.12 - 15:00 Uhr - Kino am Rand: Ökofilmtour "Soul Boy"
Für den 14jährigen Abila beginnt eine abenteuerliche Reise durch die Tiefen des heimatlichen Slums Kibera in Nairobi, denn seinem Vater wurde im Spiel mit einer Hexe „die Seele geraubt“. Seinen ganzen Mut und viel Tatenkraft muss Abila aufbringen und sieben Aufgaben lösen, um seinen Vater zu retten. Was nach einer Geschichte voller Mystik klingt, verortet dieser Spielfilm geschickt im Slumviertel der Jetztzeit. Verdienstvollerweise beschönt er dabei nicht die vorherrschende, konfliktreiche Alltagssituation. Tom Tykwer unterstützte als Supervisor das kenianische Filmprojekt, das aus der afrikanischen Erzählperspektive heraus mit Nachwuchsfilmern in den Slums von Nairobi gedreht wurde. (Regie: Hawa Essuman, 60 min, D/Kenia 2010, ab 10 Jahre)
In Zusammenarbeit mit dem Sommerkino Reichenow


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