Theater am Rand

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Donnerstag, 02.10.14 - 19:30 Uhr - SPIELPLANÄNDERUNG: Melancholia – Dirk Zöllner, Shir-Ran Yinon, Wolfgang Hentrich, B. Deutung
Die Beschäftigung mit der Endlichkeit des Lebens lässt uns erst die Kostbarkeit desselben wahrnehmen, findet die Bratschistin Shir-Ran Yinon. Obwohl man den hebräischen Vornamen der Künstlerin mit „Fröhliches Lied“ übersetzen könnte, hat sie nun ausgerechnet die schwermütigsten Lieder der klassischen Musik - Kompositionen von Schubert, Schumann, Händel, Gluck, Silcher, Beethoven und Mahler - in sparsamen Arrangements auf den emotionalen Punkt gebracht. Für den Gesangspart des Projektes engagierte sie mit Dirk Zöllner einen Paten des deutschsprachigen Rock’n’Soul. Er haucht den alten Texten wahrhaftige Empfindung ein und erreicht damit auch jene Gehörgänge, die sich den wuchtigen Schmettergesängen der Klassik verschließen. Auf schwulstige Bögen und zuckrige Verzierungen musste schon deshalb verzichtet werden, weil dem Projekt Melancholia nur noch zwei weitere Musiker angehören.
Der Konzertmeister der Dresdner Philharmonie Wolfgang Hentrich bringt seine berühmte Geige zum singen und auf der anderen Seite verleiht das Cello des Independantstars B. Deutung dem luftigen Gebilde den notwendigen Körper. Der Mitbegründer der Inchtabokatables spielte unter seinem bürgerlichen Namen Tobias Unterberg unter anderem auch in Peter Gabriels New Blood Orchestra.
Die Perlen der klassischen Melancholie und die tiefe individuelle Musikalität der beteiligten Künstler versprechen ein bittersüßes Innehalten. Die Schattenseite. Die Nacht. Der Winter. Der Schmerz. Der Tod. Die Gegendroge zur Schunkel- und Mitklatschunterhaltung.

ACHTUNG: Das Konzert "Im Dreiklang: Dziuk / Morgenstern / Prahl" wurde auf den 23.10.14 um 20:00 Uhr verlegt!


Freitag, 03.10.14 - 11:00 Uhr - Goodbye, DDR – Erinnerungen an den Mauerfall
Dass Angela Merkel am Abend des 9. November 1989 in der Sauna war, ist allgemein bekannt, aber wie haben andere Prominente dieses legendäre Ereignis erlebt? Herausgeberin Elke Bitterhof liest aus dem Buch „Goodbye, DDR“, welches dreißig Geschichten zum Mauerfall umfasst, erlebt von bekannten Persönlichkeiten aus Ost und West, aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Schauspielerin Anja Kling sitzt im bayerischen Auffanglager fest, Gregor Gysi legt den Hörer wieder auf und bleibt im Bett, Jochen Kowalski singt seine Arie noch zu Ende, Daniel Barenboim kommt die Idee für ein außergewöhnliches Konzert, Wim Wenders dreht im australischen Dschungel und erfährt erst mal gar nichts. Spannende, lustige, tragische, ungewöhnliche und in jedem Fall sehr persönliche Erinnerungen. Elke Bitterhof wird begleitet von Jose Miguel Marquez (Flöten, Gitarren, Gesang) und dem peruanischen Gitarristen David Sandocal.
Gast: Regine Sylvester, Journalistin und Autorin


Freitag, 03.10.14 - 19:30 Uhr - Dshamilja
nach Tschingis Aitmatow
mit Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern
„Wo mögt ihr jetzt sein? Welche Straße wandert ihr entlang? Ohne dich umzuschauen, bist du in die Steppe hinausgewandert, Dshamilja. Vielleicht bist du müde, vielleicht hast du den Glauben an dich verloren? Lehne dich an Danijar, er soll ein Lied über die Liebe singen, von der Erde, vom Leben!“ Fern im nordöstlichen Kirgisien, irgendwo im Tal des Kukureuflusses, im Sommer des Jahres 1943. Auf dem Kornwagen bringen Said, Danijar und Dshamilja das an der Front benötigte Getreide zur Bahnstation. Hier beginnt sie: „Die schönste Liebesgeschichte der Welt.“. Der fünfzehnjährige Said, der noch nicht weiß, wie sich Liebe zuträgt, erzählt sie mit großem Erstaunen. Aitmatows Dichtkunst, Rühmanns Stimme, Morgensterns Musik nehmen sich jener „Zaubernacht im August an, in der Mann und Frau sich erkennen und das Kind dunkel das Licht ahnt.“ (Louis Aragon) Am Rand des Krieges, am Rand der Welt, am Rand der Religionen.


Samstag, 04.10.14 - 19:30 Uhr - Dshamilja


Sonntag, 05.10.14 - 16:00 Uhr - Tanztee
Der alten Tradition, wenn es draußen windet, regnet oder schneit, sich in gemütlichen Stuben zu treffen, bei heißem Tee, Prosecco oder Likör den sonntäglichen Nachmittag zu genießen, wollen wir einen neuen Ort geben. Es erklingen die sinnlich verträumten, sehnsuchtvollen und vertrauten Lieder und Melodien vergangener Zeiten, gespielt im ländlichen Stil vom Zäckericker Salonorchester. Mit Tango, Wiener Walzer, Cha cha cha, Foxtrott oder Bossa nova wird der Tanztee zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten von Bundesliga und Tatort. Vergessen Sie Ihre Tanzschuhe nicht!


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Zollbrücke  Nr. 16 - 16259 Zäckericker Loose - Tel. 033 457-66 521
oder kartenreservierung[at]theateramrand.de

 

 

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