Theater am Rand

 

 

 

Sonntag, 11.03.12 - 16:00 Uhr - Störfall
Im Gedenken an Christa Wolf und an die Nuklearkatastrophe von Fukushima
Am 11. März 2011 bebt die Erde in Japan. Ein Tsunami mit verheerenden Folgen wird ausgelöst und führt zu einer Reihe von schweren Unfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Die Kettenreaktion an Störfällen hat katastrophale Folgen für Gegenwart und Zukunft. In Christa Wolfs Buch reagiert die Autorin unmittelbar auf die Geschehnisse vom 26.April 1986, dem „Supergau“ von Tschernobyl. Ganz unaufdringlich spürt sie Widersprüche auf, in denen wir uns alle bewegen: der Drang nach mehr und mehr selbstverständlichem Komfort gepaart mit hohen Erwartungen an Wissenschaft und Technik, die uns unendliche Möglichkeiten verschaffen, aber gleichzeitig Sündenböcke für Fehlerquellen und Unfälle sind, aus deren Verantwortlichkeit jeder Einzelne sich allzu gerne entziehen möchte. Gislén Engelmann liest eine Strichfassung des Romans. Nüchtern, schnörkellos und unprätentiös. Mehr Inhalt, weniger Kunst. Der Text spricht für sich.


Samstag, 17.03.12 - 19:30 Uhr - Kino am Rand: Ökofilmtour "Energieland"
Der Energiekonzern Vattenfall will in der Lausitz eine Technologie zur Bindung und Entsorgung von Kohlendioxid in einem Kohlekraftwerk einführen, um es dann flüssig unterirdisch unter anderem im Oderbruch einzulagern. Es locken satte Gewinne, wenn Vattenfall die Technik marktreif bekommt und sie auch in viele Ländern verkaufen kann. Doch Politik und Wirtschaft haben die Rechnung ohne die Menschen gemacht, die Angst haben, dass der tief unter der Erde abgelagerte Stoff ihnen und der Natur schaden kann. Der Film entstand in einer Kooperation des Konzerns mit der Hochschule HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam - der jungen Regisseurin wurde freie Arbeit zugesagt. Denn Vattenfall geht es um Akzeptanz in der Bevölkerung. Über deren Argumente auf der einen, das Ohnmachtsgefühl der Bürger auf der anderen Seite, legt dieser Dokumentarfilm ein gutes Zeugnis ab.
(Regie: Johanna Ickert, 85 min, D 2011)
In Zusammenarbeit mit dem Sommerkino Reichenow


Sonntag, 18.03.12 - 11:00 Uhr - Kino am Rand: Ökofilmtour "Taste the waste"
50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung. Der Film fragt: Wer macht aus Essen Müll? Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-Vernichtung für das Klima und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen? Der Film findet Antworten bei Bauern, Supermarkt-Direktoren, Müllarbeitern und Köchen. In Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den Vereinigten Staaten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen. (Regie: Valentin Thum, 88 min, D 2011)
In Zusammenarbeit mit dem Sommerkino Reichenow


Sonntag, 18.03.12 - 15:00 Uhr - Kino am Rand: Ökofilmtour "Soul Boy"
Für den 14jährigen Abila beginnt eine abenteuerliche Reise durch die Tiefen des heimatlichen Slums Kibera in Nairobi, denn seinem Vater wurde im Spiel mit einer Hexe „die Seele geraubt“. Seinen ganzen Mut und viel Tatenkraft muss Abila aufbringen und sieben Aufgaben lösen, um seinen Vater zu retten. Was nach einer Geschichte voller Mystik klingt, verortet dieser Spielfilm geschickt im Slumviertel der Jetztzeit. Verdienstvollerweise beschönt er dabei nicht die vorherrschende, konfliktreiche Alltagssituation. Tom Tykwer unterstützte als Supervisor das kenianische Filmprojekt, das aus der afrikanischen Erzählperspektive heraus mit Nachwuchsfilmern in den Slums von Nairobi gedreht wurde. (Regie: Hawa Essuman, 60 min, D/Kenia 2010, ab 10 Jahre)
In Zusammenarbeit mit dem Sommerkino Reichenow


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Theater am Rand
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